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November 2, 2009

Better Backpacking – SMS aus dem Orbit

Filed under: Linktipps, Backpacking — Ruhrcacher @ 15:51
In dem Artikel „Better Backpacking – Preisgünstig Telefonieren“ habe ich euch vorgestellt, wie es  auf Reisen optimal telefonieren lässt. Die Möglichkeit „Satellitentelefon“ habe ich dabei bewusst außer acht gelassen.  Über Satelliten zu telefonieren ist zwar in eingen dünnbesiedelten Gebieten die einzige Möglichkeit des Fernsprechens, aber definitiv nicht low budget. Allein einfache Satellitentelefone kosten in der Anschaffung soviel wie ein moderenes Iphone. Und die Gesprächsgebühren liegen bei ca. 1$/Min.Bei meiner Recherche bin ich aber auf die Möglichkeit gestoßen immerhin kostenfrei SMS via Internet in verschiedene Satellitenhandynetze zuschicken.
Vlt. kennt ihr ja jemanden, der sich über galaktische Grüße in die Wüste freut.

Thuraya (Vorwahl +88216)
http://services.thuraya.com/sms.html

Irudium (Vorwahl +8816)
http://iridium.com/sendmsg/sendmsg.html

Globalstar
http://www.globalstareurope.com/en/content.php?cid=911
http://www.globalstarusa.com/en/services/enhancedservices/g2sms.php

Better Backpacking – Preisgünstig Telefonieren

Filed under: Tutorial, Backpacking — Ruhrcacher @ 15:43
Im heutigen „Better Backpacking“ zeige ich Euch Möglichkeiten im Ausland preisgünstig legal zu telefonieren.
Heute ist es ja immer einfacherer geworden, zu telekommunizieren und in Verbindung zu bleiben.

Handy – Roaming

Das mag zwar im ersten Moment nach einem sehr teuren Spaß klingen, aber das telefonieren mit dem eigenen Handy im Ausland ist mittlerweile zu einer echten Kommunikationslösung geworden. Die EU und die Bundesnetzagentur machen es möglich. Bereits 2007 wurden die Verbindungsentgelte (sprich Telefongebühren) für Gespräche im Ausland gedeckelt.

So kosten

  • ­ein Gespräch im und aus dem Ausland nach Deutschland max. 51 Ct/Min,
  • ­ein empfangendes Gespräch 22 Ct/Min und
    jede verschickte SMS 13 Ct/SMS.

Da wird man also nicht arm bei und spart sich das Nachwerfen von Münzen in der Telefonzelle. Die Vorteile liegen auf der Hand: Man kann sein eigenes Handy benutzen, kann auf das eigene Telefonbuch zugreifen, benötigt kein Kleingeld oder eine Telefonkarte, ist unter der eigenen Rufnummer erreichbar und hat auch im Notfall immer ein Telefon in der Nähe.
Man benötigt nur einen Telefonvertrag bzw. eine Prepaidkarte, die Auslandsroaming ermöglich. Trotz Deckelung sollte man sich vorab informieren, welcher ausländ. Netzbetrieber der Roamingpartner des eigenen heimischen Anbieters ist. Diese sind u.U. günstiger als andere. Generell ist ein Vertragshandy oder eine sich selbst auflandende (via Bankeinzug) Prepaidkarte von Vorteil. Im Notfall kann man so auch länger telefonieren, bezahlen ist ja erst zu hause angesagt.

Allerdings kostet auch stets das Entgegennehmen von Anrufen im Ausland (egal ob diese aus Deutschland oder dem Urlaubsland kommen). Daher sollte man sich über legen ob man jeden (unerwünschten) Anruf annimmt. Ebenso sollte man die Mailbox für die Reise vorübergehend abschalten. Wenn die drangeht kostest Euch das auch etwas.
Umgekehrt zahlt der Anrufer aus Deutschland, wenn er/sie Euch im Ausland erreicht, nur ein Gespräch wie innerhalb Deutschlands. So kann man sich evtl. Kosten teilen: Zu Hause bloß anklingeln lassen und zurückrufen lassen.

Handy – Prepaid
Eine andere Mobilfunklösung ist eine ausländische Prepaid-Karte, die man sich vor Ort zulegt. Dies ist die ideale Lösung, wenn man im Urlaubsland viel telefonieren möchte. Z.B. wenn man

  • ­unterwegs dortige Freunde, Geschäftspartner, Hotels erreichen muss,
  • ­sich eine Reisegruppe aufteilen, aber erreichbar bleiben möchte
  • ­öfters in dieses Land reist

Mit einer örtlichen Handykarte kosten die Gespräche auch bloß die ortsüblichen niedrigeren Tarife. Auch das angerufen werden aus der Heimat dann völlig kostenlos. Allerdings muss der Anrufer Eure ausländische Rufnummer kennen und bezahlt ein komplettes Auslandsgespräch. Aber innerhalb Europa kostet das auch nicht mehr die Welt ;)

Hotel – Zimmertelefon

Finger weg! Das ist die teuerste Art sein Geld fürs Telefonieren loszuwerden.
Selbst für Ortsgespräche und auch an such kostenfreie Rufnummern werden oft horrende Gebühren genommen.
Vorab an der Rezeption klären, was es kostet und ob es möglich ist kostenfrei auf dem Zimmer angerufen zu werden. Auch letzteres ist nicht immer selbstverständlich.
Ggf. kann man dann übers Internet oder per SMS einen Anruf verabreden.

Hostel – Free Calls

Einige Hostels (unabhängige Jugendherbergen) bieten kostenfreie Inlandsgespräche oder sponsorn einen Anruf, um das nächstes Hostel zu buchen.
Oft gibt es dort auch öffentliche Telefone, auf denen man sich anrufen lassen kann.

Telefonkarten – altmodisch

Altmodische Telefonkarten kauft man am Kiosk, steckt die ins Telefon und kann solange telefonieren bis die Karte leer ist. Es lohnt sich, wenn man im Urlaubsland öfters telefonieren möchte, wiederkehrt oder zumindest sich sicher ist, dass sich die Anschaffung einer Karte lohnt. Komfortabler als der Einwurf von Münzen ist sie alle mal. Manchmal sind „Kartengespräche“ auch preiswerter als „Münzgespräche“.

Telefonkarten – Calling Cards

Altmodische Telefonkarten muss man für jedes Land neu kaufen, steckt man ins Telefon, telefoniert sie leer.
Universale Karten, so.g. Calling Cards, hingegen gelten in mehreren Ländern, da sie nicht ins Gerät gesteckt werden. Und die bieten günstigere Tarife, insbesondere für Gespräche in die Heimat. Es gibt sie mit Prepaid (Einweg oder wiederaufladbar) oder Postpaid (monatl. Rechnung).
Das funktioniert so: Man ruft eine örtliche Zugangsnummer an, die von Land zu Land variiert. Es meldet sich ein (deutschsprachiger) Computer, man gibt die Nummer der Karte ein, ggf. eine PIN (für Postpaid-Karten), dann die anzurufende Nummer. Die Gebühren werden wie bei einer Telefon/Handykarte vom Guthaben der Karte abgezogen bzw. nachträglich zu hause in Rechnung gestellt.

Es funktioniert von Handy, der Telefonzelle, dem Hoteltelefon oder von anderen Festnetztelefonen aus.
Alles was man benötigt ist ein tonwahlfähiges Telefon (DTMF/MFW, also kein Wählscheibentelefon) und eben eine Calling Card.

Für diese gibt es unzählige deutsche und ausländische Anbieter. Für jedes Urlaubsland und für jedes zu erreichende Heimatland gibt es günstige Anbieter.
Natürlich mach es Sinn, sich eine universelle Karte für möglichst viele Länder zu zulegen. Bekannte deutsche Calling Cards sind die „T-Card Holiday“ (Deutsche Telekom) und „Go Bananas“ (MERKUR Telekom). Klar, das bei universellen Karten, die Gebühren etwas teurer gestaltet sind.
Noch eine Kostenfalle können die Zugangsnummern sein.
In der Regel sind die kostenfrei Rufnummer (0800/08000) im jeweiligen Zielland. Aber es können trotzdem folgende Zusatzkosten entstehen.

  • ­Vom Roaming-Handy oder Hoteltelefon sind selbst die kostenfreien Nummern kostenpflichtig
  • ­Die Zugangsnummer ist nicht kostenfrei, sondern kosten den ortsüblichen Minutentrarif oder eine einmalige Gebühreneinheit
  • ­In Telefonzellen muss eine Münze eingeworfen oder eine T-Karte eingesteckt werden. Evlt. werden die Münzen nicht zurück gegeben

Also am besten vorher die Nutzungsbedingungen klären….

Kreditkarten

Mit der eigenen Kreditkarten an einer Telefonzelle zu telefonieren, ist sicher auch nicht ganz preiswert. Aber im Notfall eine Option. Entweder muss die Karte eingesteckt werden oder die KK-Nummer eingeben werden.

Wer die Nummer und auch die Zielrufnummer nicht eintippen möchte, kann oft einen Operator (Fräulein vom Amt) erreichen. Die sind oft auch deutsch- aber zumindest englischsprachig. Dieser Service kostet u.U. auch extra.

R-Gespräche (Collective Calls)

Die klassische Art ohne Geld zu telefonieren und die Gebühren auf jemanden abzuwälzen.
Entweder man informiert sich vorab über Anbieter und deren Zugangsnummern im Ausland oder findet an vielen Telefonzellen entsprechende Werbeaufkleber.

Das Prinzip ist immer das selbe: Man wählt von Handy, Hoteltelefon oder Telefonzelle eine kostenfreie Rufnummer und erhält einen Computer oder einen menschlichen Operator. Diesem gibt man die gewünschte Zielrufnummer durch, der Teilnehmer erhält einen Anruf und wird gefragt, on er/sie die Kosten für das Gespräch übernehmen möchte. Stimmt der angerufene zu (per Sprach- oder Tasteneingabe) wird das Gespräch hergestellt.

Allerdings kann dies für den Angerufenen richtig ins Geld gehen. Von daher ist das wohl auch nur eine Lösung für den Notfall.

Skype out / VoIP-Client

Den ultimativen Knüller habe ich mir bis zum Schluss aufgehoben. Über das Internet zu telefonieren ist die z.Z. unschlagbar günstigste Alternative.

Alles was man braucht ist einen Anbieter, beidem man ein Guthaben hat oder der einem nach dem Urlaub die Rechnung geschickt. Gespräche zwischen Kunden des gleichen Anbieters sind i.d.R. kostenfrei. Das Guthaben belasten nur Gespräche ins altmodische Telefonnetz. Dies aber immer zum Heimttarif, unabhängig davon wo man sich weltweit tatsächlich befindet.
Von Anbieter erhält man Benutzername und Kennwort sowie eine spezielle Telefonsoftware. Man selbst benötigt nur noch einen Internet-PC/Laptop sowie ein Headset bzw. wahlweise ein USB-Telefon.
Dort hat man die Software installiert und mit den eigenen Zugangsdaten gefüttert.
Die Software von Skype z.B. ist mittlerweile auf dem eeePC und auf den Terminals vieler Internetcafé vorinstalliert. Man braucht also nur noch seine Zugangsdaten bereithalten (und sie natürlich geheim halten). Leider ist die Skype-Software propritär, d.h. man muss die original Software verwenden.
Für Gespräche außerhalb des Skype-Netzwerkes z.B. auf herkömmliche Telefonanschlüsse/Handys benötigt man ein aufgeladenes „SkypeOut“-Guthaben.
Ein anderer Anbieter von Internettelfonie (auch VoIP, Voice over IP) ist Sipgate. Dort funktioniert die VoIP-Telefonie über den offenen SIP-Standard. Für den Anwender heißt dass,  dass sich auch fremde (bessere) Programme mit den Zugangsdaten füttern lassen. Man kann also die Software (VoIP-Client) seiner Wahl verwenden.
Oftmals erhält man bei den VoIP-Anbieter auch eine deutsche Festnetznummer unter der man auch angerufenen werden kann. Der Vorteil ist, dass dies auch unabhängig vom aktuellen Aufendhaltsort ist.
Man bekommt zwar z.B.  eine Kölner Rufnummer mit der Vorwahl 0221 zugeteilt, sitzt aber mit seinem Laptop gerade in einem Berliner Hotel (Vorwahl) 030. Dort ist man genauso unter seiner Kölner Rufnummer erreichbar sei in München, Tokio oder Rom. Das Prinzip ist das gleiche wie im Mobilfunk. Auch hier zahlt der Anrufer nur die Gesprächsgebühren zur deutschen Festnetznummern. Ggf. greift ihr auch eine vorhanden Festnetzflatrate.
Also könnt ihr euch im Ausland kostenfrei zurückrufen lassen.
Umgekehrt zahlt ihr bei einen Gespräch innerhalb des Heimatlandes auch nur die Inlandsgebühren. Auch wenn ihr euch währenddessen in Australien aufhaltet. Also Sydney-Köln kostet genauso viel wie Köln-Berlin.
Einziger Haken: Das Gespräch innerhalb Sydneys kostet dann ein Auslandsgespräch Deutschland-Australien.

Über die technischen Möglichkeiten der Internettelefonie unterwegs werde ich vlt. ein andermal ausführlich schreiben.

September 25, 2009

Better Backpacking – Das Handy als Reisecomputer

Filed under: Linktipps, Backpacking — Ruhrcacher @ 09:35

Moderne Handys sind nicht mehr bloß zum telefonieren geeignet. Als sogenannte Smartphones bieten sie die gleichen, wenn nicht noch mehr, Funktionen wie ein Taschencomputer (PDA):
Kamera, Radio, MP3-Player, GPS-Navigation, Internet über WLAN, etc.

Es gibt im Internet nicht nur Spiele und nervige Klingeltöne für diese kleinen Multimediawunder, sondern auch wirklich hilfreiche Werkzeuge.
In diesem Beitrag möchte ich euch einige Programme vorstellen, die man besonders als Reisender gut gebrauchen kann. Vorrangig sind dies Tools für  Symbian-basierte Handys.  Da die wenigsten Programme einzigartig sind, findet man mit etwas Suchen aber bestimmt auch eine passende Version fürs eigene Handy.
Alle Programme sind aber auf jeden Fall offline Anwendungen.  Denn insbesondere im Ausland sind Internetverbindungen ein teurer Spaß. Apropos, die Werkzeuge sind natürlich kostenfrei.

Metro
Der Handy-Fahrplan für alle Cityhopper.  Er bietet eine Verbindungssuche (ohne Abfahrtszeiten) für mehrere internationale Metropolen. Und das alles Offline und für verschiedene Handy-Plattformen.
Das Programm und die Übersicht der verfügbaren Streckennetze gibt es auf http://www.nanika.net/Metro/

EasyCall
Erleichtert das Nutzen von Callingcards und Callback-Diensten.
Download

Ebook Reader
Wer den Herrn der Ringe mitschleppen möchte, bitte schön…
Digitalen Büchern (ebooks) gehört die Zukunft. Dazu brauch es noch nicht einmal einen teurer Hardware-Reader. Programme zum lesen von Ebooks auf dem Handy gibt es genügend.
Beispiel: Mobipocket Reader, Handy Book 2.0

Wörterbücher
Auch einen eigenständigen Übersetzungscomputer für teures Geld kann man durch sein Handy ersetzten.
Hier einige Übersetzungsprogramme:
Wordbook Swedish-German
Wordbook German-Englisch (Big)
MDictionary English, German, Chinese,Croatian,Hungarian,Spanish, Serbian, French, Italian
Travel Dictionary French- Portuguese/Dutch/Italian
Travel Dictionary Dutch- Spanish/German/English
Travel Dictionary English- Spanish/French/Italian
Wer googelt findet sicher noch mehr Wörterbücher und Übersetzungsprogramme

MP3-Player
Ein Gerät weniger in der Tasche hat auch, wer sein Multimedia-Handy als MP3- oder gar Videoplayer verwendet.
Entsprechende Abspielprogramme sind oft schon im Handybetriebssystem integriert. Zusätzliche Programme sind aber oftmals komfortabler und haben mehr praktische Funktionen (wie verschiedene Formate).
Beispiele:
PowerMP3 (MP3, OGG, AAC & M4A)
Handy Music
Für das OggVobis-Fortmat gibt es natürlich auch entsprechende Player:
OggPlay for S60 MMF 1.6.2 OggPlay for S80 1.0

Stadtführer
http://www.mycitymate.com/
MobiExplore Italia
MobiExplore UK

Hotspotfinder
T-Mobile Hotspotfinder

Erste Hilfe 3.0
Anleitungen für dem Unglücksfall
Download (Java)

Weltzeituhren
WorldMate for Series 80 1.5.1 Download
CityTime 2.5.1 Download
Psiloc World Traveller 1.40 Download
TravelClock 1.1 Download

Insektenabwehr per Ultraschall
Naja, ob die Mücken darauf hören.
Anti-Mosquito II 2.01 Download
Mosquito Net 1.0  Download

Landkarten
GPSfähige Vektorkarten
Vito Portugalkarte 1.0
Vito Landkarte der Niederlande 1.0
Vito Polenkarte 1.0
Vito Italienkarte 1.0
Vito Belgienkarte 1.0
Vito Frankreichkarte 1.0
Vito Dänemark-Karte 1.0
Vito Deutschlandkarte
Vito Österreichkarte
Vito Schweizkarte

February 4, 2009

Skandinavische (Warte)Verhältnise bei der Bahn

Filed under: Backpacking — Ruhrcacher @ 11:41

Das man bei skandinavischen Wetterverhältnissen hierzulande oft vergebens auf die Züge der Deutschen Bahn wartet ist bekannt. Wie lautete doch gleich der Werbeslogan? “Alle reden vom Wetter. Wir nicht - Deutsche Bahn”…
Wenn man hierzulande von skandinavischen Verhältnissen spricht, meint dies jedoch meistens eine bessere (soziale) Organisationsform. Im positiven Sinn also.
Bei meinen Reisen durch den skandinavischen Subkontinent, ist mir besonders die andere Art der Oganisationsformen für Wartenschlangen aufgefallen. Egal ob in der Postfiliale oder am Bahnschalter: Der Wartende zieht eine Nummer und wartet darauf, dass eine Leuchtanzeige ihn zum nächsten freien Schalter bittet. Den Ort und die Gestaltung der Wartezeit bestimmt der Wartende selbst.
Hierzulande kennt man dieses Prinzip am ehesten von Bürgerämtern oder, wen wunderst, von der Möbelausgabe bei IKEA.

Nun berichtet die “mobil”, die Kundenzeitschrift der Deutschen Bahn AG, in ihrer aktuellen Ausgabe 02/2009 darüber, dass diese Warteverhältnisse auch in den deutschen Reisezentren Einzug halten werden. Es wird dabei auf den Feldversuch in Nürnberg verwiesen, der mit positiver Kundenresonanz abgeschlossen werden konnte. Es scheint, dass solche revolutionären Neuerungen erst an Versuchsdeutschen ausprobiert werden müssen, bevor sie in breiter Öffentlichkeit eingeführt werden. Auch wenn der Erfolg in anderen europäischen Ländern deutlich sichtbar ist. Aber das mag an der deutschen Mentalität liegen.
“Was tut ein Deutscher, wenn er eine Schlange sieht? Sich anstellen!”
Schlangestehen mit Gepäck zwischen den Füßen und Kindern auf dem Arm soll bei der deutschen Bahn ja nun der Vergangenheit angehören. Man soll stattdessen Gelegenheit haben noch schnell Proviant zu kaufen oder in der Bahnhofbuchhandlung vorbei zuschauen (Böse Zungen behaupten, man würde eh nicht vorher aufgerufen, bevor man den Herrn der Ringe zu Ende geschmökert hat). Wer partout nicht auf das gelangweilte Warten verzichten möchte, soll dieses auf zusätzlichen Sitzgelegenheiten tun können, heiß es in dem Artikel.

In dem Artikel wird übrigens eingangs nicht auf skandinavische Verhältnisse verwiesen, sondern auf britische. Dabei denke ich eher an ein marodes Gesundheitssystem und kenne auch nur das Warteschlangenprinzip aus den britischen Supermärkten. Ok, ich muss gestehen, auf der Insel noch nie mit der Bahn gefahren zu sein. Über die hört man ja auch nur erschreckendes… In Skandinavien hingegen holen die Züge ihre Verspätung sogar noch rein…
Seien wir also gespannt, wie die Einführung des neuen Wartesystems auf deutschen Bahnhöfen gelingt. Ich prophezeie am Anfang eine hohe Zahl von Intelligenzallergikern, die sich ohne Wartenummer anstellen bis sie schwarz werden.
Aber das amerikanische Wartesystem funktioniert hierzulande ja schon. Es wird aktuell ja noch bei der Deutschen Bahn, in den Filialen der Deutschen Post und vielen anderen eingesetzt. Dabei warten alle Kunden hintereinander stehend in nur einer Schlange. Der erste Kunde am Anfang der Schlange begibt sich dann jeweils zum nächsten frei gewordenen Schalter. Anscheinend kommt dieses System den deutschen Wartegewohnheiten noch am nächsten.

 

January 25, 2009

Better Backpacking - Ausrüstung selbst bauen

Filed under: Linktipps, Backpacking — Ruhrcacher @ 20:01

In diesem Blogeintrag werde ich mit der Zeit einige Links zu Bauanleitungen sammeln.

Den Anfang macht die Unterseite Make your own Gear! von Backpacking Lightwight.
Es gibt dort Bauanleitungen für Rucksacke, Kocher und einigen anderen praktischen Sachen.

Ebenfalls gut ausgerüstet ist man mit ausgeruestet.com
Das ist ausnamsweise eine deutsche Seite, die kurze Reviews und Basteltipps gibt.
Schwerpunkt ist Lightpacking.

Wer weitere Linktipps hat: Bitte in die Kommentare posten. Danke

January 18, 2009

Better Backpacking - Backpacker Magazine

Filed under: Linktipps, Bücherecke, Backpacking — Ruhrcacher @ 20:24

Für fast jedes Hobby oder jeder Sportart gibt es im Zeitschriftenregal ein eigenes Magazin. Und dies sogar in einer Zeit wo man sich schnell, preiswert und zellstofffrei in Foren, Blogs und auf Webseiten informieren kann.
Beim Aufräumen sind mir nun zwei Backpacker-Magazne in die Hände gefallen, die bei einem meiner letzten Hostelaufenthalte mitgenommen habe. In Hostels findet man eben nicht nur Flyer, Werbepostkarten und gratis Stadtpläne sondern auch kostenlose Magatine für den Rucksackreisenden.

Themen sind meisten welche Metroplen gerade in sind, Arbeiten im Ausland, geänderte Einreisebestimmungen, Reportagen und Erfahrungsberichte.
Finanziert werden die kostenfreien Printausgaben durch zielgruppenorientierte Werbung. Oft ist dieses nicht mal unterinteressant.

Hier zwei europäische Magazine. Erwähnte ich schon, dass sie allesamt in Englisch sind?
packed magazine
“free magazine for independent travellers”
online lesbar oder liegt zum mitnehmen in Hostels aus

Backpacker Europe
kann online gelesen, kostenfrei in einigen Hostels mitgenommen oder kostenpflichtig abonniert werden

Better Backpacking: Interrail-Training

Filed under: Tutorial, Backpacking — Ruhrcacher @ 18:29

Hier eine etwas ältere Publikation aus meiner Feder. Dieses Tutorial entstand als kleiner Denkanstoss für alle Neu-Backpacker. Das war zu einer Zeit, in der ich in diversen Interrail-Foren aktiv war. Dort werden vor der ersten eigenen Reise im immer wieder die gleichen Fragen gestellt: Was erwartet mich, was muss ich mitnehmen, wie bereite ich mich vor.
Darauf hin habe ich nach einigen tausend gefahrenden Kilometer diesen kurzen Text veröffentlicht (in den Foren und auf meiner privaten Homepage).

InterRail-Training

Es soll Leute geben, die werfen vor einem Interrail-Trip ein paar Sachen in den Rucksack, kaufen sich das Ticket und setzten sich in den nächsten Zug. Dann bringen sie es noch locker fertig einen Monatstrip quer über den Kontinent zu managen. Andere hingegen sind vor einen Trip hypernervös und wollen alles bis in letztes Detail planen.
Besonders vor der ersten Reise fragt man sich, ob man für’s Rucksackreisen geschaffen ist und wie man die Wochen fern vom eigenen Bett überleben soll.
Dieser Ratgeber soll Newbies eine kurze Einführung drin geben, wie man sich physisch und mental auf so einen Trip vorbereiten könnte. Bitte nehmt das hier alles nicht zu ernst, es wirkt wirklich etwas übertrieben.
Aber ich schreiben ihn, weil es wirklich verschiedene „Railer-Typen“ gibt: Denn Rundum-Sorglos-Railer, der nur in Hostel übernachtet und bei Mackes isst, und die Abenteurer, die mit dem Zelt unterwegs sind und sich ihr Süppchen zum auslöffeln selbst einbrocken. Wer sich zum ersten Typ zählt, darf den ersten Abschnitt getrost überspringen… (more…)

December 14, 2008

Better Backpacking - Komfortabler Hosteln

Filed under: Backpacking — Ruhrcacher @ 18:57

Geocachen verbinde ich gerne mit Rucksackreisen. Daher auch die neue Ratgeberserie “Better Backpacking” hier im Ruhrcacher-Blog.
Heute in der ersten Folge mit all den Dingen, die das Backpacking ein Stück weit komfortable und oft preiswerter machen. Denn wie helfen dabei etliche Gratisleistungen in Hostels besser abgreifen zu können :) (more…)

December 12, 2008

Gaskocher im Koffer

Filed under: Backpacking — Ruhrcacher @ 20:48
Heute nehme ich mal direkt Bezug auf die Proviantfrage der Dosenfischer. Und gleichzeit möchte ich eine neue Kategorie in diesem Blog öffnen, für Backpacking (und Camping). Denn ein Großteil meiner Cacheausrüstung rekrutiert sich aus meiner Trekkingausrüstung.

Ich glaub das wichtigste neben Rucksack und Schlafsack sind die Sachen, die einem was warmes in den Magenzaubern (und sei es nur die Mastercard ;) ).
Da hab ich beim Zelten in Arnheim anlässlich des 4ten Poffertjesevents einiges gelernt. Ok, ist einiges schief gegangen. Und das war an den 2 Tagen irgendwie nerviger als bei einem zweiwöchigen Trip durch Skandinavien.

Zunächst eine positive Erfahrungen: Einweggrills für’n Euro taugen echt was! Sie werden schnell heiß, reichen für mindestens zwei Packungen Würste und können tuttokompletti entsorgt werden. Und Kohle ist auch schon drin.
Danach fingen die Probleme als, als ich versuchte zwei zivile Versionen (Freizeitmacher von Buss) der Freßschalen aus den Bundeswehr-EPAs warm zumachen. Ich hatte irgendwie zu wenig Spiritus für dem Trangia Sprituskocher dabei. Zu wenig oder zu hoher Verbrauch, hat jedenfalls gerade eben für eine Schale gereicht. Und mit Benzin aus dem Reservekanister wollte ich das Teil nun nicht betreiben. Obwohl, die Freßschale ist ja hermetisch verschlossen.
Das deutsche EPA Menü passt leider auch nicht in den Heater-Beutel der US-MREs. Blöd. Aber die kann man aufschneiden, in einen Aluteller legen, die Freßschale draufstellen und mit etwas Wasser aktvieren. Merke: Lauwarmes Hühnchen mit Reis schmeckt nur bedingt!

Grillchaos

Kommen wir aber nun langsam zum eigentlichen Topthema dieses Blogeintrages. Nach dem Kurztrip hatte ich die Nase voll. Wenn ich mit dem Rucksack unterwegs bin, kann ich mich mit dem Trangia oder dem Nachbau als “Pepsi Can Stove” verpflegen. Wenn ich aber mal zwei Tage mit dem Auto weg bin, muss es auch mal komfortabler sein.

Also habe ich im Juni schon bei einen Schnäppchen zugeschlagen, als es einen dieser asiatischen Tischgaskocher Koffer für 10€ bei Thomas Philipps gab. Diese kannte ich bislang nur von Flohmärkten und stand ihnen bislang eher skeptisch gegenüber. Das Kofferformat eignete sich ja nicht für den Rucksack und als Kartuschen kannte ich bislang auch nur die Stech- oder Schraubkatuschen von CampingGaz, Primus und Co.
Diese Kocher hingegen stehen sicher auf Boden und Tischen und werden mit Butangas-Kartuschen vom Typ MSF-1a betrieben.

Gaskocher 1

Für Picknicks, Grillparty oder Trips mit dem Auto ist der Kocher ideal. Er ist natürlich in seinem Format viel standsicherer als Kompakt(gas)kocher für den Rucksack. Die stehen oft eher wackelig auf dem Boden.
Außerdem wird er superschnell heiß. Ein Paar Spiegeleier habe ich weniger als 3 Minuten fertig gebraten bekommen. Am Wochenende wollte ich beim Lagerfeuerevent in Rheydt schnell zwei Tassen Cuppuccino machen. Also habe ich den Kocher eingeschaltet, Topf drauf und erstmal die Wasserflasche gesucht. Als ich eine halbe Minute später (gefühlt) das Wasser reingegossen habe, machte es schon zisch & dampf. Der Cappuchino war eine Minute später schon fertig (was Wasser muss natürlich nicht sieden, sonst kann man ihn ja nicht trinken). Wie viele Betriebsstunde eine Kartusche aber insgesamt liefert kann ich allerdings nicht sagen.

Jetzt werden viele sicher um die Sicherheit bei dem Gerät besorgt sein. Zumal da es sich um einen unbekannten asiatischen Billighersteller handelt.
Aber auch da hat mich das Konzept des Kochers positiv überrascht. Die MSF-1a Kartusche hat zwar kein Sicherheitsventil, aber das Einsetzen lässt auch nur eine sehr geringe Menge Gas frei. Das ist an der frischen Luft, an der man den Kocher eh grundsätzlich nur betreiben sollte, absolut kein Problem. Trotzdem kann man diese winzige Menge Butangas eindeutig riechen. Ein Leck oder durch Fehlbedienung ausströmendes Gas wäre dann sehr schnell bemerkt.
Transportieren kann man den Koch nur ohne eingelegte Kartusche. Diese wird im Betriebmodus von einem Fixiermechanismus gehalten. Dessen Habel kann nur im zusammengebauten Zustand betätigen. Zusammengebaut heißt, dass die Platte mit dem Topfhalter umgedreht wird. So erst können Töpfe unterschiedlicher Größe auf den Kocher gstellt werden. Im zusammengepackten Zustand zeigt der Halter nämlich nach unten, was sowohl Platz spart als auch den Kartsuchenmechnanismus blockiert. Wenn eine Kartusche eingelegt ist lässt sich die Platte auch gar nicht für den Transport umdrehen.
Aber das alles ist einer gut verständlichen, deutschsprachigen Bedienungs- und Sicherheitsanleitung erklärt.
Ein Tipp von mir noch: Die Gaskartusche sollte immer mit der Verschlusskappe versehen transportiert werden. Weil ansonsten beim Transport etwas versehentlich das Ventil reindrücken könnte und dann Gas ausströmt.

Gaskocher 2
Links Kartuschenverrieglung, rechts Zündung und Regler

Zum Einschalten braucht man nicht einmal Streichhölzer oder ein Feuerzeug: Der Kocher hat eine praktische Piezozündung und eine regelbare Flamme.

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